Haselünner Uhu Live

Unter dem Livestream werden wir euch ab sofort auch aktuelle Infos zum Uhu veröffentlichen.

Wir würden uns freuen, wenn Ihr in dieser schweren Zeit auch an uns kleine Unternehmen denkt und lokal einkauft. Viel Spaß weiterhin. #kauftlokal

Liebe Uhufreunde,

Ihr möchtet uns gerne zum Uhu kontaktieren? Lob, Tadel oder ein tolles Foto? Dann sendet uns gerne eine Mail: Uhu-Mail 
Wir versuchen so viele Mails wie möglich zu beantworten. Allerdings sind es doch sehr sehr viele, somit hoffen wir einige Fragen schon in den unten angeführten Texten zu beantworten. 

Wir freuen uns auf die nächste Aktion (Malwettbewerb) in Zusammenarbeit mit dem Werbekreis Haselünne.

NOZ-Berichte: (einfach auf das Datum klicken)
13.03. und 21.04.

Leider hat ein Uhu es nicht geschafft: Hier der Bericht der NOZ: 26.07. 

 

Update vom 05.08.2021

Hunderttausende Klicks, die Uhukinderstube auf dem Dach der Sakristei der Kirche St. Vincentius in Haselünne fand auch in diesem Jahr eine ungeheuer große Resonanz. Und es lief alles gut, anders als in den Jahren zuvor, als die Feuerwehr und engagierte Eulenschützer dem Eulennachwuchs auf Abwegen unter die Flügel greifen mussten. Doch so komplikationslos, wie es sich bis jetzt zeigte, war es dann wohl doch nicht. Der Eulenenthusiast und Anwohner Dieter Büscher bekam die Info über einen verendeten Uhu, und das auf dem Kirchdach in unmittelbarer Nähe der Kinderstube. Der tote Vogel lag im nicht einsehbaren Bereich der Uhu Webcam und war so lange unentdeckt geblieben. Der Fund wurde zunächst mit einer Drohne bestätigt und der stellvertretende Hegeringsleiter Eckart Brackmann informiert. In Zusammenarbeit mit dem Küster Ulrich Brüggen konnte das verendete, bereits mumifizierte Tier geborgen werden. Die genaue Inspektion zeigte aufgrund der Gefiederfärbung und des noch nicht abgeschlossenen Federwachstums eindeutig einen Jungvogel. Über die Todesursache kann nur gemutmaßt werden. Als natürliche Einflussgröße muss zunächst von einem Futtermangel aufgrund längerer Regenfälle ausgegangen werden. Regen erschwert die Jagd der Eltern erheblich, und der Nachwuchs ist noch auf die Versorgung durch die Eltern angewiesen. Als weitere Todesursache können Erkrankungen diskutiert werden. Trichomonadose, auch „Gelben Kropf“ genannt, ist eine der häufigsten Todesursachen von Junguhus. Sie infizieren sich über infizierte verwilderte Haustauben. Die Innenparasiten schädigen die Schleimhaut des Verdauungstraktes. Die betroffenen Vögel versterben an Organversagen im Rahmen von Begleitinfektionen durch eine Schwächung des Immunsystems. Auch vergiftete Nager können den Uhus zum Verhängnis werden. Von zehn Junguhus überleben etwa drei das erste Lebensjahr. Das mag verwundern, ist aber bei vielen Wildvögeln die Regel. Es ist meist die kritische Phase des Selbständig werden, dann, wenn sie sich selbst behaupten müssen und die Eltern ihre Pflicht getan haben. Einmal das erste Jahr überstanden, erreichen Uhus ein recht hohes Lebensalter von bis zu 27 Jahren, in Gefangenschaft können sie sogar noch deutlich älter werden. Die beiden Geschwister sind, wie Beobachtungen zeigen, wie in den Vorjahren auch in Richtung Hase abgewandert. Sie werden in der Regel von ihrem Vater zu den besonders ergiebigen Futterplätzen geführt. Bis sie die komplexen Abläufe der Jagd beherrschen, werden noch ein paar Wochen vergehen. Diese Tage wurde uns erneut ein toter Junguhu gemeldet, diesmal wurde er ein Opfer des Straßenverkehrs. Ob es sich um einen Jungvogel der Haselünner Kirche handelt bleibt aber letztendlich offen, wenige Kilometer entfernt ist eine weitere Uhukinderstube bekannt. Wir bedanken uns für das große Interesse und dürfen schon jetzt auf eine spannende Uhusaison 2022 hoffen.

Mit den besten Grüßen

Marco und Andreas

 

Update vom 28.06.2021

Liebe Uhufreunde, der Uhunachwuchs verlagert nun mehr und mehr seinen Lebensmittelpunkt auf das Dach der Kirche sowie die umliegenden Hausdächer. Es steht eine sehr wichtige Lernphase bevor, denn schon bald muss der Uhunachwuchs für sich allein sorgen. Beide Altvögel versorgen den Nachwuchs allerdings noch weitere 20-24 Wochen, begleiten die also hinein bis in den Herbst, September/Oktober. Nur jeder zweite Uhu wird später den Widrigkeiten des eigenen Lebens trotzen können, wobei die Stadtuhus hier bessere Chancen haben als ihre in der Wildnis aufwachsenden Artgenossen. Es ist ihre behütete Kindheit, die ihnen einen Überlebensvorteil verschafft. Aber sie werden ihre Kinderstube in der nächsten Zeit sicherlich noch oft besuchen, also noch dranbleiben.

Wir haben uns nach Rücksprache entschlossen, den Uhunachwuchs nicht zu beringen. Da regional keine Studie zum Uhu läuft und die Datenlage gut ist, wollten wir auf jede Störung verzichten.

Grüße Marco und Andreas

 

Update vom 21.06.2021

Liebe Uhufreunde, der Uhunachwuchs wird jetzt von seinen eigenen Schwingen getragen. Es werden allerdings noch ein paar Monate ins Land ziehen, bis sie ihr elterliches Revier verlassen. Sicher behütet haben sie ihre Kindheit überstanden, etwas mehr als die Hälfte wird allerdings das erste Lebensjahr schaffen. Es steht jetzt eine wichtige Lebensphase vor ihnen, die Phase des Lernens und abnabelns. Durch die Eltern geführt, erkunden sie jetzt ihre nähere Umgebung. In den vergangen Jahren endete der ein oder andere Junguhu unfreiwillig als Bruchpilot. Uhus in misslicher Lage sollten sofort gemeldet werden, wir helfen dann umgehend. Allzu schnell werden sie ohne Nahrung schwach und verpassen dann den Anschluss an ihre Familie. Keine Wildtierauffangstation kann die Eltern in dieser Phase ersetzen. Übrigens trinkt der Uhunachwuchs auch bei der starken Hitze nichts, sie stillen ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung. Wir wünschen Euch noch viele spannenden Stunden an den Bildschirmen zuhause,

Marco und Andreas

 

 

Update vom 24.05.2021

Liebe Uhufreunde, es ist ordentlich was los auf dem Dach der Sakristei. Der Nachwuchs gedeiht prächtig und ist schon in der Lage, dass herangetragene Futter selbst zu zerteilen. Auch der Nachkömmling hat sich super entwickelt. Auf die Wärme der Mutter sind sie schon lange nicht mehr angewiesen, ja, dass Muttertier macht sich jetzt zunehmend rar und lässt ihren Nachwuchs auch länger allein. Das vermeintliche Flattern am Unterrand der Kamera sind Spinnenweben und kein verletzter Uhu. Beim Nachwuchs sprießen schon deutlich die Federn, bald werden sie versuchen zu fliegen, eine gefährliche Phase. In den vergangenen Jahren fanden sich immer wieder Jungvögel in unmittelbarer Umgebung der Kirche in misslicher Lage. Bitte melden Sie sich bei einer Sichtung sofort, wir werden dann aktiv. Weiterhin viele spannende Momente und einen schönen Pfingstmontag wünschen
 
Marco und Andreas
 
Update vom 10.05.2021

Liebe Uhufreunde, die Uhus wachsen gut und beginnen zu wandern. Draußen in der Natur sind Bruten auf der Erde stark gefährdet. So können dem Uhu Nachwuchs Wildschweine, Dachse und auch Füchse gefährlich werden. Aus diesem Grunde beginnen sie im jetzigen Alter instinktiv zu klettern, um sich abzusetzen. Sie verteilen sich dann in alle Himmelsrichtungen. Die Überlebenschancen sind dann größer, als wenn sie alle zusammen blieben. Wie auch im vergangenen Jahr können sie bei ihren Kletterversuchen schnell mal aus der Kiste purzeln und finden sich dann auf dem Dach wieder. Das ist überhaupt nicht schlimm, da der Eulennachwuchs jetzt nicht mehr auf die Wärme der Mutter angewiesen ist. Natürlich füttert die Mutter auch außerhalb der Kiste weiter. Also kein Problem, dass ist ganz normal so. Auch wenn sie versuchen zurück in ihre Kiste zu kommen, muss man hier nicht eingreifen. Da sie auf dem Dach nicht weit wandern können, finden sie sich meist nach ein paar Tagen in der Kiste wieder. Die Ausreißer genießen auch die Wärme des Kupferdaches und strecken sich nach Uhuart, was sehr seltsam anmuten kann. Auch das ist völlig normal. Also nochmal, es besteht kein Grund zur Sorge.

Viel Spaß noch mit den wundervollen Eulen wünschen

Marco und Andreas

 

Update vom 26.04.2021

Guten Tag liebe Uhufreunde, seit einigen Tagen ist der Uhunachwuchs nun mit drei Jungtieren komplett. Es ist durchaus normal, dass ein Ei taub ist. Die kleinen Uhus gedeihen prächtig, kein Wunder, bietet die Stadt Nahrung im Überfluss. Die Federn im Brutkasten zeigen das Beutespektrum der weltgrößten Eule. Es sind in erster Linie Tauben und Krähen, die aktuell noch ausschließlich das Männchen heranschafft. Das Weibchen wird sich erst zwischen der zweiten und dritten Woche an der Jagd beteiligen. Ihr kommt die Aufgabe zu, die Nahrung für ihren Nachwuchs in schnabelgerechte Happen zu zerteilen. Die Futterübergaben durch das Männchen erscheinen manchmal befremdlich ruppig, dass Weibchen verscheucht seinen Partner regelrecht von der Kinderstube. Das ist unter Eulen ganz normal. Der Mutterinstinkt schützt seinen Nachwuchs selbst vor ihrem Partner. Vögel können nicht schwitzen und müssen sich durch Hecheln Kühlung verschaffen. Das dunkle Kupferdach lässt die Temperaturen über der Sakristei bis in die frühen Nachmittagsstunden mächtig ansteigen, gegen 14:30 spendet der Schatten der Kirche dem Nachwuchs Schatten. Die kalten Nächte sind für die Jungeulen unproblematisch, zum einen wärmen sie sich gegenseitig durch eine Wärmepyramide, zum anderen schützt sie ja noch die Wärme der Mutter, die ja in diesen Wochen nur kurzzeitig den Brutplatz verlässt. Ab dem vierten Lebenstag öffnen die jungen Uhus erstmals ihre Augen, sehen können sie zu diesem Zeitpunkt allerdings sehr schlecht, sind ihre Linsen anfänglich noch trübe. Die Kommunikation mit der Mutter geht in erster Linie über das Gehör und den Tastsinn. Im Alter von 4 bis 6 Tagen versuchen sie sich erstmals erfolgreich auf die Fersen zu setzen. Wenn sie schlafen, liegen sie regungslos lang ausgestreckt verstreut auf dem Boden herum. Für den Betrachter mutet das manchmal recht merkwürdig an, wirken sie doch wie tot. Erst ab Tag 16 Kann ein kleiner Uhu auf den eigen Füßen stehen, ab Tag 20 beginnen sie etwas unbeholfen zu laufen.

Es wünschen Euch noch viele spannende Momente

Marco und Andreas

 

Update vom 11.04.2021

Liebe Uhufreunde, die Haselünner Uhudame nimmt ihr Brutgeschäft sehr ernst und hat selbst bei Minusgraden auf dem Dach der Sakristei der Vincentius-Kirche ihre vier Eier gewärmt. Das erste Ei war am 9. März entdeckt worden. Es kann jetzt also jeden Tag das erste Küken die Schale durchbrechen. Es wird dann noch über eine Woche dauern, bis hoffentlich auch der letzte Junguhu das Licht der Welt erblickt. Wenn die Cam ein Mikrofon hätte, könnte man sie vielleicht schon ihr Piepsen vernehmen, ja, ihr habt richtig gehört, der Nachwuchs kann schon durch die Eierschale mit der Mutter kommunizieren. So verstummen sie bereits instinktiv, stößt ein Elterntier einen Warnruf aus. Na ja, und die Eltern wissen, dass da nun bald ein Schnabel mehr ernährt werden muss. Eventuell zeigt die Cam in den nächsten Tagen einmal eine Fütterung durch den Uhumann. Zwei bis drei Wochen ist der Nachwuchs noch auf die Wärme der Mutter angewiesen und wird gehudert, d.h. durch die Federn der Mutter gewärmt.

Weiterhin viele spannende Momente wünschen

Marco und Andreas

 

Update vom 01.04.2021

Liebe Uhufreunde, die Uhudame brütet nun unaufhaltsam und wird außerhalb des Nestes vom Partner gefüttert. Mit etwas Glück lässt sich mal eine Futterübergabe am Nistplatz beobachten. Die plötzliche Wärme ist auch für die Uhudame ungewohnt. Da sie ihr Federkleid nicht zur Seite legen kann, muss sie sich durch Hecheln Abkühlung verschaffen. Das kann einem als Betrachter schon mal irritieren, ist aber harmlos. Wer nach Sonnenuntergang den Vogel genau beobachtet, wird so ein ähnliches Verhalten bemerken, nur viel weniger frequent. Die weiße Kehle ist dabei deutlich zu sehen. Die Uhudame ruft nach ihrem Partner. Dies ist sowohl ein Zeichen von Hunger als auch eine Sozialbindungsgeste.

Weiterhin viele spannende Momente

wünschen Euch Marco und Andreas

 

16.03.2021

…die kalte Witterung hat die Haselünner Stadtuhus in diesem Jahr wohl ausgebremst, sie begannen fast zwei Wochen später ihr Brutgeschäft als im vergangenen Jahr.
Der zweisilbige Balzruf „buhoo“ tat aber schon seit Dezember ihre Anwesenheit kund. Das Weibchen ist leicht an seinem höheren „uhju“ zu erkennen. Das Weibchen hatte bereits vor der Kälte in seinem von Gewöllen übersäten Brutkasten eine Nistkuhle gescharrt.
Am 09. März legte sie ihr erstes Ei. Aktuell besteht das Gelege schon aus drei Eiern.

Das Brutgeschäft bestreitet das Weibchen allein. Nach 32 – 35 Tagen wird der erste Jungvogel schlüpfen.
Bis zu diesem Zeitpunkt ist ausschließlich das Männchen für die Ernährung zuständig. Die Fütterungen finden fast nie am Nest statt. Das Weibchen nutzt die Brutunterbrechung, um ihr Gefieder zu lüften und die Flügel zu strecken.

Grüße
Marco und Andreas
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